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Reden hilft: Diese Fragen solltest du deiner Ärztin oder deinem Arzt stellen

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Hand aufs Herz: Die meisten von uns sitzen im Sprechzimmer, nicken höflich und sind vor allem froh, wenn wir mit dem Rezept in der Hand wieder rausdürfen. Gerade bei sexueller Gesundheit schlucken wir viele Fragen lieber runter, statt sie laut auszusprechen.

Dabei ist deine Ärztin bzw. dein Arzt genau dafür da, dich zu unterstützen, nicht um über dich zu urteilen. Ein offenes Gespräch ist die beste Medizin gegen Unsicherheit und hilft dir, die Kontrolle über deinen eigenen Körper zu behalten. Diese Fragen gehören beim nächsten Check-up auf jeden Fall dazu.

1. Auf welche STIs testen wir heute genau?

Viele denken, bei einer Blutabnahme oder Urinprobe werde automatisch „alles" mitgetestet. Kleiner Spoiler: fast nie. Ein Standard-Check deckt oft nur einen Bruchteil der möglichen Infektionen ab.

Warum das wichtig ist: Syphilis, Chlamydien oder Gonorrhö landen häufig nur dann im Test, wenn du gezielt danach fragst. Bitte aktiv um ein Screening, das zu deinem Leben passt.

2. Wie hoch ist mein persönliches Risiko?

Sexuelle Gesundheit kennt kein One-size-fits-all. Dein Risiko hängt von vielen Dingen ab: von der Zahl deiner Partner*innen, von deinen Sexpraktiken und davon, ob du mit Kondom oder PrEP vorsorgst.

Warum das wichtig ist: Je ehrlicher du über dein Sexleben sprichst, desto besser kann dein Arzt einschätzen, wie oft du dich testen lassen solltest oder welche Impfungen (etwa HPV oder Hepatitis) für dich sinnvoll sind.

3. Passt meine Verhütung noch zu mir?

Körper verändern sich. Was mit 20 super gepasst hat, harmoniert mit 30 vielleicht nicht mehr mit deinem Hormonhaushalt oder deinem Alltag.

Warum das wichtig ist: Ob Nebenwirkungen der Pille, Fragen zur Spirale oder Lust auf eine hormonfreie Alternative: Deine Verhütung soll dein Leben bereichern, nicht ausbremsen.

4. Ich habe da etwas bemerkt. Ist das normal?

Ein komisches Jucken, veränderter Ausfluss oder Schmerzen beim Sex? Viele warten erst mal ab, ob sich das von allein wieder gibt.

Warum das wichtig ist: Oft stecken harmlose Dinge wie Pilze oder eine bakterielle Vaginose dahinter, die sich schnell behandeln lassen. Je früher du fragst, desto schneller bist du die Beschwerden wieder los.

5. Welche Impfungen schützen meine sexuelle Gesundheit?

Bei Impfungen denken die meisten an Tetanus oder Grippe. Dabei lässt sich auch die sexuelle Gesundheit gut schützen.

Warum das wichtig ist: Die HPV-Impfung ist zum Beispiel ein starker Schutz vor Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen. Und je nach Risikoprofil sind auch Impfungen gegen Hepatitis A und B eine gute Idee.

Kleiner Tipp fürs Sprechzimmer

Schreib dir deine Fragen vorher ins Handy. Zwischen Anspannung und Zeitdruck vergisst man vor Ort sonst schnell die Hälfte. Es ist dein Termin und deine Zeit, also nutze sie.

Und wenn sich das Gespräch komisch anfühlt?

Wenn du merkst, dass dein Gegenüber deine Fragen abtut oder du dich nicht ernst genommen fühlst, ist das ein klares Signal: Such dir eine Praxis, die wirklich zu dir passt. Ein offenes, wertfreies Umfeld ist die Grundlage für gute Medizin.

Keine Lust aufs Wartezimmer?

Manche Dinge klärt man lieber für sich. Wenn es dir um Gewissheit bei STIs geht, musst du nicht auf einen Termin warten oder Fragen live beantworten. Mit unseren STI-Heimtests bekommst du professionelle Laborergebnisse bequem nach Hause, ganz ohne Smalltalk.

Wissen ist Macht, erst recht, wenn es um deinen eigenen Körper geht. Stell die Fragen, die dich beschäftigen. Du hast ein Recht auf Antworten.

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