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Eine Beerdigung für ein Tabu

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Ein Augenzeugenbericht aus dem Every-Health-Team.

Bevor wir gestern einen Sarg durch Schöneberg getragen haben, lagen Monate hinter uns. Wirklich Monate. Gut Feeling gemeinsam mit Ärzt*innen und Ernährungswissenschaftler*innen entwickeln, an der Rezeptur feilen, das Design für die Verpackung fertigstellen, die Webseite vorbereiten und parallel ein Event planen, das absurd, liebevoll und unvergesslich werden sollte. Dazu gehörte: einen echten Sarg organisieren und eine riesige Analdusche basteln. Riesige Props an unsere liebe Liese, die diese Dusche mit einer Hingabe zusammengebaut hat, die man eigentlich hätte filmen müssen.

Schon Tage vorher ging es los: mit Flyern, Plakaten und Instagram. Wir wollten, dass Berlin Bescheid weiß. Und Berlin wusste Bescheid.

Ein würdiger Abschied

Kurz zum Warum, damit der Trauerzug Sinn ergibt: Es geht um ein Thema, das in der queeren Community und bei allen, die Analverkehr haben, weit verbreitet, aber selten offen thematisiert wird: die Analspülung vor dem Sex. Eine Routine, die unter Mediziner*innen als ziemlich invasiv gilt. Wir fanden: Wenn schon Abschied, dann mit Stil. Also haben wir diesem Ritual eine Trauerfeier ausgerichtet.

Der Tag

Gestern, am 30. Mai 2026 ging es früh los. Wir sind mit dem Sarg vom Büro zum Nollendorfplatz gefahren. Und ja, ein Sarg in der öffentlichen U-Bahn sorgt für genau die verwunderten Blicke, Kommentare und heimlichen Handyvideos, die man sich vorstellt. Allein die Fahrt war schon ihr eigener kleiner Auftritt.

Am Nollendorfplatz haben wir die Trauerfeier vorbereitet und als alle Gäste vollzählig waren, sind wir zu einer Prozession durch den Kiez aufgebrochen, um Neugierige einzusammeln. Etwa 50 Trauergäste in Schwarz zogen mit uns vom Nollendorfplatz durch die Straßen, einen Sarg mit der gigantischen Analdusche voran.

Zurück am Eventort gab es erst mal einen kleinen Empfang mit Drinks, damit sich alle von der Reise erholen konnten. Dann übernahm unsere Drag-„Pfarrerin" Faye Fatale und lieferte ein fantastisches Lipsync zu „The Power of Good-Bye" ab. Im Anschluss hielt sie eine herrlich humorvolle Grabrede, in der sie die Analdusche als treuen, aber unzuverlässigen Begleiter würdigte und übergab damit an Dima, einen unserer Gründer, der die Ehre hatte, Gut Feeling zu enthüllen.

Der Reveal ist geglückt. Und die Resonanz war überwältigend positiv. Wir haben so viele liebe Worte gehört, dass uns ehrlich gesagt das Herz nicht nur ein bisschen aufgegangen ist. Danke dafür.

Und dann wurde gefeiert

Nach dem offiziellen Teil endete die Trauerfeier so, wie sich das gehört: open air, mit einer Party, Drinks und einem Stand, an dem wir Gut Feeling und Merch verlost haben. Die ersten Dosen gingen direkt an die Gäste vor Ort.

Worum es eigentlich geht

Falls du jetzt neugierig bist: Gut Feeling ist ein tägliches Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform, entwickelt mit Ärzt*innen und Ernährungswissenschaftler*innen. Die Formel basiert auf Flohsamenschalen als Lieferant löslicher Ballaststoffe, Fenchelsamen, den afrikanischen Pflanzenfasern Baobab und Akazie sowie Calcium aus Lithothamnium-Rotalge. Ergänzt wird sie durch lebende Darmbakterien des Stamms Bifidobacterium lactis HN019.

Ab sofort gibt es Gut Feeling hier bei uns auf der Webseite.

Danke

Dieses Event war nur möglich, weil so viele Menschen mitgezogen haben: im wahrsten Sinne. Danke an alle, die mit uns durch Schöneberg gezogen sind, die zugeschaut, gelacht, gefeiert und mit uns gefeiert haben. Und das größte Danke geht ans Team: für die Monate Arbeit, die Liebe zum Detail und ein einmaliges Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen.

Tschüss, Analdusche. Es war… kompliziert.

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